Badefreuden

 

Neulich abends saß ich in der Badewanne. Der Tag war stressig gewesen und mein Kopf schmerzte ein wenig. Mein Schatz war noch arbeiten und ich genoss die Stille im Haus. Langsam kamen meine Gedanken zur Ruhe und ich spürte wie sich meine Muskeln entspannten. Nach einer Weile ließ ich heißes Wasser nach, beobachtete den Schaum, der sich um den Wasserstrahl herum zu einem kleinen Gebirge formte und wedelte unter Wasser mit der Hand, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilte. Während der Wasserpegel unaufhörlich stieg, fühlte ich die Grenze zwischen Luft und Wasser immer deutlicher an meiner Haut und schloss die Augen, um den angenehmen Eindruck noch zu verstärken. Es war, als ob sanfte Meereswellen am Strand leckten. Ich suchte blind den Hahn und schloss ihn, damit sich die Wasseroberfläche nicht vollends über meinerm Bauch schloss. Noch das Bild des Schaumgebirges vor Augen, wurde ich in meiner Vorstellung zu einer Insel und der Schaum verwandelte sich in Wolken, die hoch oben über mir hinwegzogen. Zwischen ihnen blitze immer wieder die hochstehende Sonne auf und Möwen flogen in weiten Kreisen umher. Wohlbehagen und tiefster Frieden durchströmten mich. Ich öffnete meine Augen, saß am Ufer des Ozeans und beobachtete, wie die Wellen den Strand hinaufrollten, sich zwischen meinen Zehen brachen und den Wolken zum Gruße etwas von ihren Schaumkronen auf dem Sand zurückliessen. Dafür nahmen sie ein wenig Sand unter meinen Sohlen mit, so dass meine Füße von Welle zu Welle etwas tiefer sanken. Ich muß wohl ewig dort gesessen sein, denn als ich endlich den Kopf hob, versank eine glutrote Sonne gerade am Horizont. Ein warmer Kopf legte sich auf meine Schulter und weiche Haare kitzelten mich an Rücken und Brust. Ein Lächeln kräuselte meine Lippen und ich legte meinen Arm um eine unendlich weiche Taille. Ein leises Seufzen schlich sich mir ins Ohr und meine Nasenflügel weiteten sich genüßlich, als Vanilleblütenduft warm herüberwehte. Fingerspitzen fanden mein Knie und strichen so zart darüber, dass sich ihnen die Härchen meiner Haut entgegenstreckten. Als sie in kleinen Kreisen an der Innenseite meines Oberschenkels hochwanderten, erstrahlte die untergehende Sonne an der Grennze von Meer und Himmel und beleuchtete grell den Leuchtturm, der auf der anderen Seite der Bucht stand. Dort schlugen nun die Wellen immer höher gegen den Felsen, als ob die Erregung in meiner Hose die Gischt anpeitschte. Es rauschte wie wild in meinen Ohren. Ein gigantischer Tintenfisch tauchte zwischen den Fluten auf und legte seine Tentakel um den Leuchtturm, der dadurch nur noch fester und größer zu werden schien. Spitze Fingernägel strichen quälend langsam den zuckenden Schaft empor, als der Leuchtturm immer heller zu blinken begann und urplötzlich explodierte. Der Ozean schwoll an, ein unerbittlicher Sog erfasste mich, zog mich ins Wasser und Riesenwellen schlugen über mir zusammen.

 

Schweißgebadet öffnete ich die Augen, blickte verwirrt zuerst in das strahlende Gesicht meiner Frau und dann auf meinen noch zuckenden Penis, der wie ein gekentertes Schiff Stück für Stück im Badeschaum versank.

 

" Das Wasser war schon sooo kalt -" zeigte sie grinsend mit Daumen und Zeigefinger. " und weil ich nicht will, dass Du dich erkältest, dachte ich, es wäre besser, dich etwas heiß zu machen1"